Ein Schrank aus Bremen
... im März 2026 ...Die Reise führte uns weiter nach Dunedin, und zwar in die New Zealand Sports Hall of Fame. Schon der Ort selbst wirkt wie eine Mischung aus Museum und stillgelegtem Bahnhof – was kein Zufall ist, da sich die Ausstellung tatsächlich im ersten Stock des historischen Bahnhofsgebäudes befindet.
Wie erwartet dominieren die All Blacks den gesamten vorderen Bereich. Man hat den Eindruck, dass der Rest der Ausstellung eher als dekorative Erweiterung eines einzigen nationalen Mythos dient.
Direkt dahinter folgt allerdings ein großer neuseeländischer Held: Sir Edmund Hillary, der gemeinsam mit Tenzing Norgay als erster Mensch den Mount Everest bestieg. Neuseeland scheint hier konsequent zu sein: Wenn schon Sport, dann bitte gleich geografisch maximal anspruchsvoll.
Weiter hinten finden sich olympische Erinnerungen, unter anderem an den Ruderachter von München 1972 – ein Ereignis, das offenbar noch immer in nationaler Ehrfurcht konserviert wird, vermutlich weil es in einer Zeit stattfand, in der Sport noch ohne Videoanalyse auskam.
Und dann, völlig unerwartet, stehen wir vor einem Schrank in grün-weiß. Werder Bremen. Mitten in Neuseeland. Der Grund dafür ist Wynton Rufer, der dort nicht nur gespielt hat, sondern offenbar einen derart bleibenden Eindruck hinterlassen hat, dass man ihm im nationalen Sportgedächtnis einen eigenen Schrein eingerichtet hat.
Es ist einer dieser seltenen Momente, in denen man erkennt, dass globale Fußballgeschichte im Grunde aus sehr langen Flugstrecken und sehr kleinen kulturellen Überraschungen besteht.
Als wir das Museum schließlich verlassen und auf dem Weg zum Parkplatz sogar noch einen Hinweis auf unseren eigenen Verein entdecken, ist die sportliche Mission endgültig abgeschlossen.
Pferderennen / Cricket / Fussball / Rugby / Hall of Fame
Ein wundervoller Bericht über unsere sportlichen Entdeckungen am Ende der Welt, die unsere Traumreise durch Neuseeland vervollständigen!